
Eltville am Rhein
Wein-, Sekt- und Rosenstadt
| Eltville am Rhein mit den Stadtteilen Erbach, Hattenheim, Martinsthal und Rauenthal ist die älteste und größte Stadt des Rheingaus und liegt damit inmitten eines der berühmtesten deutschen Weinanbaugebiete. Die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville kann zudem auf eine Geschichte voller Höhen und Tiefen blicken. Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, den alten Adelshöfen, Fachwerkhäusern, Restaurants und Straußwirtschaften lädt zu jeder Jahreszeit zu einem Besuch ein. Außerdem hat Eltville ein idyllisches Rheinufer, das weder von der Eisenbahnlinie noch von einer Durchgangsstraße berührt wird. |  |
| Eltville am Rhein führt drei Attribute im Namen, die die Stadt kennzeichnen und prägen. Eltville ist Wein-, Sekt- und Rosenstadt. Der Rheingau liefert mit seinen Südhängen und fruchtbaren Böden ideale Bedingungen für den Weinbau. Hier können die Trauben unter intensiver Sonne reifen. Der Rheingau ist bekannt für seine großen Rieslinge. Insgesamt hat Eltville mit seinen Stadtteilen eine Rebfläche von 840 Hektar und liegt an der Rheingau Riesling Route. Zu den berühmten und klangvollen Eltviller Lagen zählen der Eltviller Sonnenberg, der Erbacher Marcobrunn, der Hattenheimer Nussbrunnen, der Rauenthaler Baiken, die Martinsthaler Wildsau und nicht zuletzt der Eberbacher Steinberg. Mit den Staatsweingütern beherbergt Eltville das größte Weingut in Deutschland. Weinfreunde und solche, die es noch werden wollen, haben in Gutsausschänken, Straußwirtschaften, Gaststätten und Restaurants die Gelegenheit, die edlen Rebensäfte zu verkosten. Auch viele Winzer bieten vor Ort in uriger Atmosphäre Weinproben an. |  |
Eltville ist aber nicht nur Wein-, sondern auch Sektstadt. Denn dort, wo gute Weine gedeihen, sind auch die idealen Voraussetzungen für gute Sekte gegeben. So begann Mitte der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts Matheus Müller als einer der ersten Fabrikanten am Rhein mit der Sektproduktion. "MM" ist heute eine der bekanntesten Sektmarken Deutschlands. "MM" wurde mit der Firma Mumm (Hochheim) im Jahr 2002 von Rotkäppchen übernommen. Auch die 1868 in Berlin gegründete und heute in Eltville ansässige Sekt-Manufaktur Schloss Vaux ist dieser Tradition verpflichtet. Die Konsumenten erhalten die prickelnden Köstlichkeiten aber nicht nur in den großen Sektkellereien. Qualitätsweine aus besten Lagen werden auch von heimischen Winzern zu Schaumwein veredelt.
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| Auch die Rosen haben in Eltville eine lange Tradition. Schon im 19. Jahrhundert gab es viele blühende Rosengärten in der Stadt und mehrere Rosenzüchter, die ihre Rosenstöcke bis an den Zarenhof nach Russland lieferten. Die beeindruckenden Rosenanlagen am Rheinufer und in der Kurfürstlichen Burg entstanden ab den 1960er Jahren. Der Verein Deutscher Rosenfreunde hat Eltville im Jahre 1988 das Prädikat Rosenstadt verliehen, da die Rose hier eine ortsbildprägende Rolle spielt. Heute blühen im Sommer rund 22.000 Rosenstöcke in 350 Sorten, darunter viele Raritäten und historische Rosen. In jedem zweiten Jahr - und zwar immer in den geraden Jahren - lädt Eltville zu Rosentagen mit mehrtägigem Programm rund um die Königin des Blumenreiches ein. |  |
| Die Nähe und die Verbindung zu Mainz sowie Hinweise in Eltville selbst lassen vermuten, dass sich der Mann des Jahrtausends, Johannes Gutenberg, der geniale Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, hier aufgehalten hat. Die Eltviller Druckerei Bechtermünze hat Druckwerke herausgegeben, die dieselben Typen aufweisen, die Gutenberg beim Druck des Catholicon verwendet hat. Außerdem lebte Gutenbergs Bruder Friele Gensfleisch nachweislich in Eltville. Ein eindeutiges Zeugnis für Gutenbergs Verbindung zu Eltville aber ist die Urkunde aus dem Jahre 1465 über seine Ernennung zum Hofmann. Kurfürst Adolf II. von Nassau hat Gutenberg diese Auszeichnung am 17. Januar 1465 verliehen - die einzige Ehrung, die der große Erfinder zu Lebzeiten erfahren hat. Eine Gedenktafel im oberen Burghof der Kurfürstlichen Burg, dem Wahrzeichen Eltvilles, erinnert an diese wichtige Auszeichnung im Leben von Johannes Gutenberg. |  |
| Eltville ist überdies Mitglied der Deutschen Fachwerkstraße. Mehr als 100 Städte in Deutschland mit bedeutendem Fachwerkbestand haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und die Deutsche Fachwerkstraße ins Leben gerufen, die insgesamt rund 2.500 Kilometer Strecke umfasst. Eltville gehört der Etappe West- und Mittelhessen an. Fachwerkbauten finden sich in Eltville und in den Stadtteilen quasi "an jeder Ecke". In den engen und verwinkelten Gässchen der Eltviller Altstadt begegnet man auf Schritt und Tritt den reich geschmückten alten Fachwerkhäusern. Die meisten stammen aus der Zeit zwischen 1550 und 1850. Charakteristisch für die Stadt und die gesamte Region ist die große Anzahl der konstruktiven Fachwerkbauten, die nach 1700 entstanden sind. Sie wurden von vornherein als Putzfachwerke konzipiert und kommen deshalb ohne viel schmückendes Beiwerk aus. Auch am Erbacher Marktplatz, im Hattenheimer Ortskern, in Martinsthal und in Rauenthal stößt man auf diese Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Als Besonderheit weisen einige Hausfassaden in Hattenheim in ihren Gefachen kunstvolle Ornamente auf. Man nennt diesen besonderen Schmuck Kratzputz. |  |
| Die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville am Rhein hat auch kulturell viel zu bieten. Weit über die Grenzen der Region hinaus sind die Konzerte des Rheingau Musik Festivals und die Aufführungen im Rahmen der Eltviller Burghofspiele bekannt. Viele finden in Eltville und den Stadtteilen statt. Dass man beim Wein gerne feiert, beweisen die Eltviller in jedem Sommer. Denn eine liebgewordene Tradition sind die großen Volksfeste in Eltville und den Stadtteilen. Weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt sind das Sekt- und Biedermeierfest sowie die Kappeskerb mit Weinlesefest in der Kernstadt und das Erdbeerfest im Stadtteil Erbach. Außerdem laden Hattenheim, Martinsthal und Rauenthal ebenfalls in jedem Jahr zu ihren traditionellen Weinfesten ein.
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| Der Stadtteil Rauenthal ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Die Bubenhäuser Höhe ist an schönen Tagen Ausgangspunkt für Touren durch die Weinberge. |  |
Martinsthal schmückt sich mit einem im Dorferneuerungsprogramm neugestalteten Ortskern. Der Wildsauplatz erinnert an die berühmte Martinsthaler Weinlage, die Figur des Stehkragenwinzers in der Ortsmitte zeugt vom Stolz und Selbstverständnis der Martinsthaler Weinbauern.
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| Im Stadtteil Hattenheim feiert man Feste wieder in der restaurierten Burg, einer mittelalterlichen Anlage, die ihren altertümlichen Charakter weitgehend bewahrt hat. |  |
| Blickfang des Stadtteils Erbach ist die gut 140 Jahre alte, im neugotischen Stil erbaute evangelische Johanneskirche, die Prinzessin Marianne von Preußen nach dem Tode ihres Sohnes dem Ort gestiftet hat. Sehr viel älter ist die katholische Pfarrkirche St. Markus, die aus dem 15. Jahrhundert stammt und später umfangreich umgebaut und erweitert worden ist. Im Stadtteil Erbach befindet sich auch das Hotel Schloss Reinhartshausen, ein wiederholt umgebauter alter Adelssitz, in dem bereits berühmte Persönlichkeiten zu Gast waren. |  |
| In der Kernstadt Eltville springt die vor 650 Jahren geweihte katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul ins Auge. Der Kirchturm prägt neben dem Turm der Kurfürstlichen Burg und den Zinnen der Burg Crass das Stadtbild Eltvilles. Die rings um die Pfarrkirche St. Peter und Paul gruppierten alten Adelshöfe, der Eltzer und der Langwerther Hof, der Bechtermünzhof und der ehemalige Freihof, die heutige Burg Crass, erinnern an die Zeit der Residenz der Mainzer Erzbischöfe, in der sich viele reiche Adelsfamilien in Eltville niederließen. Wer die sportliche Betätigung nicht scheut und den Aufstieg auf den Turm der Kurfürstlichen Burg wagt, wird mit einem herrlichen Rundblick über die Rheinlandschaft und die Weinberge belohnt. |  | |
In der Hattenheimer Gemarkung liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Eberbach. Es wurde 1136 von Bernhard von Clairvaux gegründet und war bis 1803 von den grauen Mönchen besiedelt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Kloster Eberbach zu einem Zentrum des Weinbaus, von dem bedeutende Impulse ausgingen. Daran erinnern noch heute die alljährlich dort stattfindenden Weinversteigerungen. Im Kloster Eberbach werden außerdem Schlenderweinproben und Besichtigungen der Klosteranlage angeboten, und hier finden viele kulinarische und kulturelle Großveranstaltungen statt. Die gut erhaltene Klosteranlage mit ihren beeindruckenden Bauten aus dem 12. bis 18. Jahrhundert war Schauplatz für die Innenaufnahmen des Films "Der Name der Rose" und ist heute das Ziel vieler Besucher aus dem In- und Ausland. | |
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