Herzlich Willkommen in Aarbergen

Wachstum und Neuorientierung bringen bekanntlich für eine Gemeinde Änderungen und hohe Anforderungen, um nicht nur eine dynamische Entwicklung für die Zukunft zu steuern, sondern auch andererseits in der Gemeinde den Menschen mit seinem Anspruch auf Lebensqualität in den Vordergrund zu stellen.

Die Gemeinde Aarbergen ist jung. Erst 1971 aus dem freiwilligen Zusammenschluß der Gemeinden Rückershausen, Hausen, Daisbach, Panrod, Michelbach und Kettenbach entstanden, sind ortsgebundene Traditionen ein alter, aber sehr vertrauter Rock, von dem wir uns alle nicht gern trennen wollen, sondern ihn gemeinsam so zurechtschneiden, daß er sich den gegebenen Notwendigkeiten anpaßt. Für die neue Gemeinde gilt es, ihre Entwicklung auf diesen ortsgebundenen Traditionen als sicheren Fundamenten aufzubauen und in eine Zukunft zu steuern, deren Anforderungen Wandel und Veränderungen mit sich bringen. Seine landschaftlich reizvolle Lage im Naturpark Rhein-Taunus zeichnet den Ausbau zu einem Erholungsort vor.

Michelbach, der größte Ortsteil der Gemeinde und erster Erholungsort, wurde um die Jahrtausendwende gegründet. Die alte Pfarrkirche, eine romanische Wehrkirche in beherrschender Höhenlage über der Aar, wurde etwa 1200 errichtet und wird heute als Trauerhalle noch genutzt. Eine 800 Jahre alte Linde, genannt "Die 12 Apostel" wegen ihrer mächtigen 12 Seitenäste, steht unter Denkmalschutz und wird von Jahr zu Jahr von mehr Touristen bewundert.

Zwischen Kettenbach und Michelbach gründete Graf Johann von Nassau-ldenstein nach dem 30jährigen Krieg eine Eisenhütte und einen Eisenhammer. 1655, nach mehrjähriger Vorarbeit, begann die Produktion vornehmlich von Öfen, Ofenplatten, Töpfen, Bau- und Schmiedeeisen. Johanns Nachfolger verpachtete sie 1683, wodurch u.a. tüchtige Wallonen in den Betrieb kamen. 1728 wurde die Hütte von der Familie Passavant übernommen. Heute sind die Passavant-Werke ein weltbekanntes Unternehmen der Klär- und Abwassertechnik mit ca. 1800 Werktätigen. Diese Synthese zwischen bevorzugtem ländlich-attraktivem Raum und gesichertem Arbeitsplatzangebot kennzeichnet die gesamtdynamische Entwicklung der Gemeinde.

Kettenbach ist urkundlich seit 845 bekannt. Graf Gebhard im Lahngau, Ahnherr der bedeutenden Konradiner, errichtet in jenem Jahr an der Aar zu Ehren St. Dalvators und St. Peters ein Stift, dem König Ludwig der Deutsche, Gebhards Schwager, im gleichen Jahr das Dorf Lierschied (Kr. St. Goarshausen) und 70 Morgen in Hahnstätten schenkte. Die Gründung war eine kurze Episode; schon zwei Jahre später wurde das Stift nach Gemünden im Westerwald verlegt. Die Ortsteile Rückershausen, Hausen ü. Aar und Daisbach haben eine gemeinsame Gründungsurkunde mit dem Datum des Jahres 879.

Gebietsteile des heutigen Untertaunuskreises gehörten damals zum Niederlahngau, einem der größten fränkischen Gaue. 1532 wurde auf Ansuchen Philips von Nassau-Idstein und Saarbrücken von Kaiser Karl V. Rückershausen das Marktrecht verliehen.

Der Kram- und Viehmarkt wird heute noch am letzten Dienstag im Oktober gehalten und zieht durch seine Attraktivität viele Besucher an.

Kettenbach und Michelbach sind heute die größten, zentral gelegenen Ortsteile mit stark expandierendem Charakter und einer gesunden Mischung aus moderner Wohngemeinde und Erholungsort.

Auf diesem Wege ist Aarbergen mit dem Nachweis des wirtschaftlichen Zentrums im Rheingau-Taunuskreis, einer aktiven Kommunalpolitik und dem Anspruch auf Lebensqual ität die Verpflichtung eingegangen, als zukünftig anerkanntes Unterzentrum eine Entwicklung zu rechtfertigen, die zu einer Einheit führt. Der Erholungsort bietet nicht nur zahlreiche Hotels, Gaststätten und andere Herbergen, Wanderwege, Sitzplätze, einen Mineralbrunnen im Ortsteil Rückershausen, sondern auch Vereine mit einem reichhaltigen, vielfältigen Kulturleben. Man könnte sie, unsere Vereine, als Transmissionsriemen bezeichnen, der das alte noch nicht allzu ferne Dorf mit der jungen Großstadt verbindet. Unsere Vereine in ihrer lebendigen Kraft sind die verbindende Grundlage geworden. Die innerörtliche Kommunikation ist in unseren Gemeinschaftshäusern zu finden. Die Gemeinde verfügt aber auch über zahlreiche Kindergärten, eine Grundschule und eine Gesamtschule in der Trägerschaft des Kreises Rheingau-Taunus.

Neben der Dynamik der Wirtschaft und dem Anspruch des Bürgers auf Ruhe und Wohnen im Grünen gibt es Einrichtungen als stetigen Beweis für die Realisierung eines Anspruchs auf Lebensqualität, wie ein beheiztes Schwimmbad, Sportplätze, Turnhallen und vieles andere mehr.

Die zurückliegenden gemeinsamen Jahre haben bewiesen, daß der Weg in die Zukunft ein Miteinander ist, von einem Sichwohlfühlen in der Gemeinde und dem Anspruch auf Erholung in dem Landschaft reizvollen Aarbergen.

www.aarbergen.de